Seniorenwanderwoche Hainich

Es ist eigentlich unüblich dass der Wanderleiter einen Bericht über eine Wanderwoche schreibt, aber in Anbetracht der geringen Teilnehmerzahl habe ich es übernommen.

18.05.2014
Für den Sonntag haben sich schon einige Wanderer im Hotel angemeldet. Wir haben unser Zimmer bezogen und uns im Dorf umgesehen und sind in der Information gelandet. Die Dame dort hat uns dann gleich umfassend über den Hainich aufgeklärt. Im Hotel waren die anderen Wanderfreunde inzwischen eingetroffen. Wir trafen uns dann zum gemeinsamen Abendessen mit Rehbraten und Thüringer Klößen und besprachen die Wanderung für den nächsten Tag.

19. 05.2014
Wir sind vom Hotel bei bestem Wanderwetter, aber noch mit Jacke los gegangen. Unser Ziel war das Oppenhauser Holz. Uns wurde bald recht warm bei dem Anstieg und von nun an war die Jacke fast für die ganze Woche in den Rucksack verbannt. Uns überholte ein Lastwagen mit Container. Was wollte der im Wald? An der ehemaligen Antoniusherberge löste sich das Rätsel. Es wurde Baumstämme geladen, die nach China verschifft werden um als Furnierholz wieder in Deutschland zu landen. Die Wege wurden recht ungepflegt und matschig, auch die Struppeiche war nicht mehr zu finden. Zum Nachmittag hatten wir dann das Hainich-Haus erreicht. Endlich ein Platz zum Sitzen und dazu noch Kaffee und Kuchen und als Zugabe eine herrliche Weitsicht über das Vorland vom Hainich. Zum Nachmittag waren auch Roswitha und Adolf angekommen und die Gruppe mit 8 Wanderer komplett.

20.05.2014
Heute beginnt die Wanderung mit einer Anfahrt zum Parkplatz in Weberstedt. Nach kurzer Wanderung auf dem Feensteig, mit Märchen-Darstellungen, hatten wir den Baumkronenpfad erreicht. Nachdem wir den Eintritt bezahlt hatten, ergab sich die Möglichkeit an einer Führung teilzunehmen. Es ging mit 7 Schweizer Förstern und einem Ranger auf den Baumkronenpfad. Zuerst durften wir die Höhle der Waschbären sehen, die Jungen waren schon recht groß. Dann wurde vieles über die Bäume und ihr Wachstum erklärt, es gab auch eine Buche die in Schwingungen geraten konnte. Es war recht seltsam die Bäume aus großer Höhe zu betrachten. Im Museum wurden die Erkenntnisse noch weiter vertieft. Die Wanderung fand bei strahlendem Sonnenschein und fast 30° statt. Den Abend verbrachten wir im Biergarten des Hotels.

21.05.2014
Heute ging es nach Mühlhausen, wo für uns um 11 Uhr eine Stadtführung angemeldet war. Die Stadtführerin war als Marktfrau angezogen denn in Mühlhausen war zu Zeiten Thomas Müntzers öfter Markt. Mühlhausen war vom Krieg verschont geblieben und hat darum heute noch einiges zu bieten. Ein schönes Kleinstädtchen. Noch etwas Essen und trinken in einem gemütlichen Straßen-Kaffee und dann ging es weiter nach Bad Langensalza. Auch hier eine recht hübsche Kleinstadt mit viel Grünanlagen und einer Reha-Klinik. Es gab noch einige Themengärten zu besichtigen, von denen haben wir uns den japanischen Garten ausgesucht. Eine sehr schöne Anlage. Nach all diesen Erlebnissen ging es wieder zurück nach Kammerforst.

22.05.2014
Heute sollte es auf dem Wildschweinweg rund um das Mülverstedter Holz gehen. Auf anraten unserer Wirtin fuhren wir zum Parkplatz Zollgarten. Der Weg führte uns zuerst seitwärts und dann etwas abwärts, aber sehr schön entlang des Saugrabens mit wenig Bestand an hohen Bäumen. Durch das Brunstal mit herrlichem Buchenwald ging es zur Raststätte Fuchsfarm. Nach ausreichender Rast ging es auf dem Froschweg zur Umweltbildungsstation an der wir noch eine Rast einlegten. Von hier war es nicht mehr weit bis zum Parkplatz.

23.05.2014
In der Nacht gab es ein Gewitter und durch die Abkühlung waren die Temperaturen recht angenehm. Mit den Autos fuhren wir zum Parkplatz Thiemsburg. Adolf wollte noch auf den Baumkronenpfad und wir anderen machten uns auf den Schneckenweg. Dieser Weg war sehr schön angelegt, mit viel freier Sicht, sogar bis zum Inselsberg. Hier gab es keine hohen Bäume sondern viel Strauchwerk und Blumenwiesen. Dieser Weg führte am Rande des Naturschutz Gebietes entlang und hat allen sehr gefallen. Bummeln war zum Schluss nicht möglich, denn es drohte schon der nächste Regen. Wir mussten doch noch die Regensachen rausholen und das 200m vor dem Ziel. Am Parkplatz war ein Unterstand und hier kamen wir zu dem Entschluss zum Kaffee trinken noch mal ins Hainich-Haus zu fahren. Kaffee und Kuchen waren wieder super, vor allem die großen Tortenstücke.

24.05.2014
Heute am letzten Tag sollte es zur Betteleiche gehen. Der Weg führte von Kammerforst auf einem schon bekannten Weg, dem Saugraben, und später durch dichten Buchenwald auf dem Betteleichenweg zum eigentlichen Ziel. An der Eiche wurden Spenden für die Mönche hinterlegt. Damit diese nicht nass werden, wurde von den Mönchen die Eiche etwas ausgehöhlt, Witterung und Wachstum haben die heutige Form hervorgebracht und nun kann man hindurch gehen. Ein Imbisswagen hat es heute bis in die Nähe der Betteleiche geschafft, nach ausgiebiger Rast ging es zurück, wir haben es gerade noch vor dem nächsten Regen geschafft. Die Wanderwoche ist zur Zufriedenheit aller zu Ende. Hans-Dieter Hartmann

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