Familien-Hüttenurlaub 2016

Hütten-Kurzurlaub in den Sommerferien 2016

Ansicht Kaltenberghütte

Ansicht Kaltenberghütte

Wir wollen heuer die als familienfreundlich ausgezeichnete Kaltenberghütte (2089m) im Verwall ansteuern. Gerade für Kinder (und Erwachsene), die bisher noch nicht auf einer Alpenvereinshütte übernachtet haben, ist dieses Haus ideal:

  • Die Kinder können sich um die Hütte herum frei bewegen, es besteht keinerlei Absturzgefahr.
  • Einen Kinderspielplatz gibt es auch, rund 60 Haflinger-Pferde auf der Alpe, und kurz oberhalb der Hütte kann in einem Bergsee gebadet werden.
  • Für Kletterfreudige gibt es mehrere neu eingerichtete Klettergärten in Hüttennähe.
  • Der Anstieg von St. Christoph (1800m) ist absolut unschwierig und mit 2 Stunden Gehzeit angegeben – da nehmen wir uns aber viel mehr Zeit!
  • Für 10€ je Fahrt dürfen die Rucksäcke nach Absprache die Materialseilbahn von Stuben benutzen.
  • Mehrere nahe Berge in unteren Schwierigkeitsgraden locken mit Gipfelglück und schöner Fernsicht.
  • Ich war letzten Sommer dort, habe mit dem Hüttenwirt gesprochen und 2 Tagestouren erkundet.
  • Wenn wir möchten, können wir den Winterraum für uns haben. Er hat 16 Lager und liegt in einem separaten Gebäude. Das Haupthaus verfügt über Zimmer und Matratzenlager. Mit Alpenvereinsausweis zahlen wir nur 10€ die Nacht im Lager, Jugendliche 6€, und unter 6-jährige übernachten gratis. 2-Bett- oder Mehrbettzimmer gibt es auch, zum max. doppelten Preis.
  • Wenn feststeht, welche Familien mit von der Partie sind, können wir gemeinsam die Pläne auch noch ändern. Oder auch vor Ort.
  • Zeitraum: Am besten in der ersten Schulferienwoche im Sommer.
  • Eine Vorbuchung sollte möglichst noch im Frühjahr erfolgen; daher bitte zeitnah anmelden, Danke!

 

Programmvorschlag (3 Nächte auf der Hütte):

z.B. Mittwoch 29.6.: Anreise bis Garmisch (600km), Übernachtung z.B. in der Jugendherberge dort. Unsere Familie fährt evtl. schon ein paar Tage früher hin und läuft sich ein; in dieser Gegend kennen wir uns bestens aus – wer schon dazukommen möchte, ist herzlich eingeladen!

Donnerstag: Letzte Fahrtstrecke nach St. Christoph (gut 100km). Hier gibt es kostenlose Parplätze, ein Gratis-WC und Restaurants, wo man auch bei Regenwetter gut aufeinander warten kann. Wir folgen der Beschilderung zum Paul-Bantlin-Weg, und sobald wir um das letzte Haus gebogen sind, ist der Straßenlärm vom Paß ausgeblendet. Das wird die nächsten Tage so bleiben… Nachdem wir ein paar der knapp 300 Höhenmeter bewältigt haben, erschließt sich uns eine wunderschöne Hochmoorlandschaft. Nach einer Bergkuppe schlängelt sich der Weg am leichten Hang entlang, bis vor uns auf einem Bergrücken die DAV-Flagge auftaucht. Dahinter liegt die Hütte und wir sind da.

Aufstieg Paul-Bantlin-Weg

Aufstieg Paul-Bantlin-Weg

Freitag: Unser erster Berg steht auf dem Programm. Das könnten z.B. die Maroiköpfe (2529m) sein. Wieder dürfen wir getrost ein Vielfaches der angegebenen Gehzeit (1:30h) einplanen, denn wir haben Zeit, und für unsere Kinder ist ja oft der Weg das Ziel… Unterhalb des Gipfels liegt Schnee – auch im Sommer!

Kaltenberghuette_GipfelMaroikopf

Maroikopf-Gipfel

Samstag: Für heute könnten wir uns die Krachenspitze (2685m) vornehmen. Diesmal ist der Weg etwas anspruchsvoller und etwas weiter (2:30h). Bevor die leichte Kraxelei über Geröll und einen breiten Grat losgeht, pausieren wir auf einer Hochfläche, wo große Steine als Sitzgelegenheiten vor langer Zeit hingewürfelt worden sind. Für die Kleinkinder nehme ich Reepschnüre mit, für alle Fälle. Fast ganz oben laufen wir über ein flaches Schneefeld. Vom Gipfel blicken wir dann zum Kaltenberggletscher und auf zwei Bergseen unterhalb.

Pausenplatz auf dem Weg zur Krachenspitze

Pausenplatz auf dem Weg zur Krachenspitze

Gipfelblick Krachenspitze

Gipfelblick Krachenspitze

Alternativ können wir heute zum Stubener Albonakopf (2654m, 1:30h) aufbrechen. Der ist zwar weglos, aber das dürfte in diesem Gelände kein Problem sein.

Winterraum der Kaltenberghütte

Winterraum der Kaltenberghütte

Sonntag: Abstieg entweder auf dem Hinweg (1:30h) oder in großem Bogen über den Berggeistweg in 4h zurück zum Auto; Rückreise – oder Weiterreise, je nach Familie…

Es handelt sich nicht um eine geführte Tour. Alle Familien handeln eigenverantwortlich. Wir entscheiden gemeinsam über unsere Aktivitäten, je nach Verhältnissen.

Paul Hoffmann