Archiv des Autors: Marcel Jaeschke

Spannung am Seil – Artikel im Familienmagazin Ottokar

Ende März hat es geklappt, das magdeburger Familienmagazin Ottokar kam zu uns an den Kletterfelsen im Elbauenpark, um unserer Jugendgruppe mal über die Schultern zu schauen. Ergebnis: ein Artikel zum Klettern in der Ausgabe August/ September. Wer nachlesen will: hier ist der Link:  http://www.ottokar.info/hobby/sportarten/spannung-am-seil/

Nikolauswanderung in Friedrichsbrunn

Wie heißt es doch so treffend in einem schönen Weihnachtslied: „Alle Jahre wieder kommt der Weihnachtsmann…“, übersetzt in die Sektion MD könnte man auch sagen, kommen die Nikolauswanderer nach Friedrichsbrunn zu ihrem Wanderleiter zur Adventsfeier. Und das schon seit 2004. Wenn meine Aufzeichnungen stimmen, dann war das in diesem Jahr die 11. Zusammenkunft in Friedrichsbrunn. Und wieder wartete die Familie Marschner, in die Vorbereitung und Durchführung sind inzwischen alle Familienmitglieder eingespannt, mit neuen Überraschungen auf, so dass ich schon jetzt an dieser Stelle mit aller Herzlichkeit im Namen der Beteiligten großen Dank für die nun zur Tradition gewordene weihnachtliche Zusammenkunft aussprechen möchte. Welche Sektion hat schon einen Wanderleiter mit Hütte im Wald und einem Treffpunkt im Park am See mit Saal und Küche. So trafen wir uns denn auch in diesem Jahr wieder auf dem P am Einstieg zur Rambergloipe, um gemeinsam zum Frühstück im Kurpark hinunter zu fahren. Wir hatten auch Glück mit dem Wetter, es schien sogar die Sonne und die Straßenverhältnisse waren gut, also keine Beeinträchtigungen. Lutz war wieder bei seinem Superfleischer in Bad Suderode und ließ die deftigen Wurstsorten auf wohlschmeckende Schnitten verteilen, dazu rohe Zwiebeln (zu Hause bekommt man die recht selten oder überhaupt nicht, wegen dem Geruch!) und saure Gurken. Das war wieder ein gelungenes Frühstück, und der Punsch mal nicht alkoholisiert. Das Vorbereitungskomitee war auch schon vor uns fleißig und hat den Tisch liebevoll weihnachtlich dekoriert und Lutz kreierte darauf seinen neuesten Weihnachtstischschmuck, ihm fällt doch immer etwas Neues ein. Gestärkt ging es nun auf die Wanderrunde und auch hier fällt ihm in jedem Jahr für uns etwas Unbekanntes ein. Diesmal führte er uns auf eine östliche Runde, ein Stück auf der sommerlichen Rambergloipe entlang, an der großen Teufelsmühle, einer schönen Klippe, vorbei und zum Bergrat-Müller-Teich. Dort steht eine kleine Köhlerhütte und komischerweise hat der Nikolaus immer etwas zur Freude der Kinder liegen gelassen, oder vergessen mitzunehmen? Wie auch immer. So führte uns der weitere Weg natürlich auch in diesem Jahr hinauf zur Hütte, wo bereits fertige Bratwürstchen und jetzt aber Punsch mit Schuss auf uns warteten. Ein willkommener Leckerbissen. Nach dem Rückweg zum Kurpark stand das unausbleibliche Kaffeetrinken mit Kultur auf dem Programm. Etliche Wanderfreundinnen ließen es sich nicht nehmen, selbst gebackenen Kuchen zu kreieren, eine Variante, die gut ankam. Mit dem Nachteil, jede Sorte zu probieren führt zur Völlerei. Der musikalische Kulturteil wurde diesmal allein von den Marschner-Enkelinnen gestaltet, Leonie hat sich inzwischen zu einer Könnerin auf dem Akkordeon entwickelt und interpretierte aus ihrem Repertoire auch anspruchsvolle Stücke. Gehört sie doch nun auch zum Akkordeonorchester des Landes Sachsen-Anhalt, das ist doch schon etwas. Ihre kleine wesentlich jüngere Schwester Pauline will ihr nacheifern und macht das auf ihrem kleinen Instrument schon nicht schlecht, ich könnte das nicht. Schade, dass die Dritte im Bund der Musikantinnen ihr Instrument nicht mitbrachte, die Querflöte von Kim hörte sich auch immer sehr gut an. Übrigens traten die beiden großen Mädchen hier erstmals schon 2008 auf, wie die Zeit vergeht. Kulturbeitrag zwei gestaltete unser Videoexperte Friedemann und zeigte uns einen Film von unserem schönen Bergurlaub im Großarltal bei Eggers, viele Begebenheiten wurden so noch einmal wach gerufen. Kim, die Enkelin von Gisela und Heinz Becker, wartete aber dennoch zum Schluss mit einer tollen und schönen Kulturüberraschung auf, sie zeigte im Bild und erläuterte gekonnt eine Besteigung mit ihrer Familie auf den Kilimandscharo. Eindrucksvolle Bilder zeigten die Schönheit einer afrikanischen Landschaft, aber auch die Mühen, ohne die eine erfolgreiche Besteigung nicht möglich ist. Der Lohn: Alle 5 Familienmitglieder erreichten den Gipfel, Hut ab und Glückwunsch!

So endete eine weitere schöne Adventsveranstaltung unserer Wandergruppe wieder viel zu schnell, nochmals Dank an die Organisatoren und -innen, möge es doch uns allen vergönnt sein, diese Tradition im nächsten Jahr fortzusetzen.NW Friedrichsbrunn 1 2015NW Friedrichsbrunn 4 2015NW Friedrichsbrunn 3 2015NW Friedrichsbrunn 2 2015

Seniorenwanderwoche Hainich

Es ist eigentlich unüblich dass der Wanderleiter einen Bericht über eine Wanderwoche schreibt, aber in Anbetracht der geringen Teilnehmerzahl habe ich es übernommen.

18.05.2014
Für den Sonntag haben sich schon einige Wanderer im Hotel angemeldet. Wir haben unser Zimmer bezogen und uns im Dorf umgesehen und sind in der Information gelandet. Die Dame dort hat uns dann gleich umfassend über den Hainich aufgeklärt. Im Hotel waren die anderen Wanderfreunde inzwischen eingetroffen. Wir trafen uns dann zum gemeinsamen Abendessen mit Rehbraten und Thüringer Klößen und besprachen die Wanderung für den nächsten Tag.

19. 05.2014
Wir sind vom Hotel bei bestem Wanderwetter, aber noch mit Jacke los gegangen. Unser Ziel war das Oppenhauser Holz. Uns wurde bald recht warm bei dem Anstieg und von nun an war die Jacke fast für die ganze Woche in den Rucksack verbannt. Uns überholte ein Lastwagen mit Container. Was wollte der im Wald? An der ehemaligen Antoniusherberge löste sich das Rätsel. Es wurde Baumstämme geladen, die nach China verschifft werden um als Furnierholz wieder in Deutschland zu landen. Die Wege wurden recht ungepflegt und matschig, auch die Struppeiche war nicht mehr zu finden. Zum Nachmittag hatten wir dann das Hainich-Haus erreicht. Endlich ein Platz zum Sitzen und dazu noch Kaffee und Kuchen und als Zugabe eine herrliche Weitsicht über das Vorland vom Hainich. Zum Nachmittag waren auch Roswitha und Adolf angekommen und die Gruppe mit 8 Wanderer komplett.

20.05.2014
Heute beginnt die Wanderung mit einer Anfahrt zum Parkplatz in Weberstedt. Nach kurzer Wanderung auf dem Feensteig, mit Märchen-Darstellungen, hatten wir den Baumkronenpfad erreicht. Nachdem wir den Eintritt bezahlt hatten, ergab sich die Möglichkeit an einer Führung teilzunehmen. Es ging mit 7 Schweizer Förstern und einem Ranger auf den Baumkronenpfad. Zuerst durften wir die Höhle der Waschbären sehen, die Jungen waren schon recht groß. Dann wurde vieles über die Bäume und ihr Wachstum erklärt, es gab auch eine Buche die in Schwingungen geraten konnte. Es war recht seltsam die Bäume aus großer Höhe zu betrachten. Im Museum wurden die Erkenntnisse noch weiter vertieft. Die Wanderung fand bei strahlendem Sonnenschein und fast 30° statt. Den Abend verbrachten wir im Biergarten des Hotels.

21.05.2014
Heute ging es nach Mühlhausen, wo für uns um 11 Uhr eine Stadtführung angemeldet war. Die Stadtführerin war als Marktfrau angezogen denn in Mühlhausen war zu Zeiten Thomas Müntzers öfter Markt. Mühlhausen war vom Krieg verschont geblieben und hat darum heute noch einiges zu bieten. Ein schönes Kleinstädtchen. Noch etwas Essen und trinken in einem gemütlichen Straßen-Kaffee und dann ging es weiter nach Bad Langensalza. Auch hier eine recht hübsche Kleinstadt mit viel Grünanlagen und einer Reha-Klinik. Es gab noch einige Themengärten zu besichtigen, von denen haben wir uns den japanischen Garten ausgesucht. Eine sehr schöne Anlage. Nach all diesen Erlebnissen ging es wieder zurück nach Kammerforst.

22.05.2014
Heute sollte es auf dem Wildschweinweg rund um das Mülverstedter Holz gehen. Auf anraten unserer Wirtin fuhren wir zum Parkplatz Zollgarten. Der Weg führte uns zuerst seitwärts und dann etwas abwärts, aber sehr schön entlang des Saugrabens mit wenig Bestand an hohen Bäumen. Durch das Brunstal mit herrlichem Buchenwald ging es zur Raststätte Fuchsfarm. Nach ausreichender Rast ging es auf dem Froschweg zur Umweltbildungsstation an der wir noch eine Rast einlegten. Von hier war es nicht mehr weit bis zum Parkplatz.

23.05.2014
In der Nacht gab es ein Gewitter und durch die Abkühlung waren die Temperaturen recht angenehm. Mit den Autos fuhren wir zum Parkplatz Thiemsburg. Adolf wollte noch auf den Baumkronenpfad und wir anderen machten uns auf den Schneckenweg. Dieser Weg war sehr schön angelegt, mit viel freier Sicht, sogar bis zum Inselsberg. Hier gab es keine hohen Bäume sondern viel Strauchwerk und Blumenwiesen. Dieser Weg führte am Rande des Naturschutz Gebietes entlang und hat allen sehr gefallen. Bummeln war zum Schluss nicht möglich, denn es drohte schon der nächste Regen. Wir mussten doch noch die Regensachen rausholen und das 200m vor dem Ziel. Am Parkplatz war ein Unterstand und hier kamen wir zu dem Entschluss zum Kaffee trinken noch mal ins Hainich-Haus zu fahren. Kaffee und Kuchen waren wieder super, vor allem die großen Tortenstücke.

24.05.2014
Heute am letzten Tag sollte es zur Betteleiche gehen. Der Weg führte von Kammerforst auf einem schon bekannten Weg, dem Saugraben, und später durch dichten Buchenwald auf dem Betteleichenweg zum eigentlichen Ziel. An der Eiche wurden Spenden für die Mönche hinterlegt. Damit diese nicht nass werden, wurde von den Mönchen die Eiche etwas ausgehöhlt, Witterung und Wachstum haben die heutige Form hervorgebracht und nun kann man hindurch gehen. Ein Imbisswagen hat es heute bis in die Nähe der Betteleiche geschafft, nach ausgiebiger Rast ging es zurück, wir haben es gerade noch vor dem nächsten Regen geschafft. Die Wanderwoche ist zur Zufriedenheit aller zu Ende. Hans-Dieter Hartmann

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Radwanderwoche von der Quelle bis zu Mündung an der Ems

Wir sahen viele kleine, schöne Städte, begeisterten uns über die gepflegten, blühenden Vorgärten, bewunderten etliche denkmalgeschützte Bauernhäuser u. haben in der Meyer-Werft vieles neues über den Bau der Luxusliner erfahren.

Am letzten Tag sind wir mit der Fähre zur Nordseeinsel Borkum geschippert u. haben uns die Seeluft um die Nase wehen lassen, leider bei schlechtem Wetter. Trotzdem eine erlebnisreiche Radtour an der Ems, den einzigen Fluss der in Deutschland entspringt u. auch in Deutschland ins Meer fließt.

Schlauch heil!

Anne Puchinger

Teilnehmer: 15, ab Papenburg 16
Gesamt km per Rad: ca. 480

  1. Etappe: Mit dem schönen Wochenendticket mit der Bahn AG bis Paderborn, Besichtigung der Stadt mit Dom, radeln über das Schloss Neuhaus, zu der Emsquelle u. zur 1. Übernachtung im Piärdestall in Hövelhof, ca.40km
  2. Etappe: Hövelhof über Rietberg u. Rheda -Wiesenbrück bis Marienfeld, ca. 60 km
  3. Etappe: Marienfeld über Warendorf u. Telgte bis Münster, Stadtteil Brintrup, ca. 83 km
  4. Etappe: Münster über Greven u. Emstetten bis Rheine zum Kloster Bentlage, ca. 73 km
  5. Etappe: Rheine über Emsbüren u. Lingen nach Meppen,  ca. 74 km
  6. Etappe: Meppen über Haren u. Lathen nach Papenburg mit Besichtigung der Meyer-Werft, ca. 75 km
  7. Etappe: Papenburg über Weener, Leer, Jemgum u. Ditzum bis Emden, ca. 75 km

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Seniorenwanderung Sohlener Berge

Die Wetterfrösche sind sich für diesen Sonnabend uneinig, und so bleibt nichts weiter übrig als die Hoffnung, dass es trocken bleibt.

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Der Sonnabend beginnt früh um 7.00 Uhr mit Sonnenschein, doch schon bald wird es neblig und die Hoffnung auf „Gut Wetter“ schwindet.  Trotzdem lassen es sich fünfzehn Senioren nicht nehmen, um 10.00 Uhr an der Haltestelle Flugplatz der Linie 9 die Wanderung über die Sohlener Berge nach Westerhüsen zu starten. Zunächst geht es durch das Gewerbegebiet am Flugplatz durch die südliche Automeile von Magdeburg.

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Nach rund 800m erreicht die Gruppe das Einrichtungshaus Maco-Möbel. Von hier geht es eine kurze Strecke auf dem Fuß-/Radweg an der Salbker Chaussee Richtung Salbke, um kurz vor dem Bahnübergang der Bahnlinie nach Halberstadt rechts abzubiegen. Auf einem mit blühenden Weißdorn- und Schlehenbüschen gesäumten Feldweg parallel der Bahnlinie führt uns der Weg nach Beyendorf. Hier ist ein Stopp an der Evangelischen Kirche vorgesehen.

P1100157Herr Dr. Jahn vom Beirat der Kirche Sankt Petri im Kirchenspiel Sülzetal erwartet uns schon. Er berichtet über die Entstehung der Kirche, deren Nutzung im Laufe der Jahrhunderte, ihren Verfall während der DDR-Zeit und ihre Wiederherstellung nach 1990. Alternierend mit der Sohlener Kirche findet hier alle 14 Tage ein Gottesdienst statt.

P1100161P1100158Im Kirchenraum steht ein im sogenannten Bauernbarock erschaffener Altar. Auch Taufen und Hochzeiten werden in Sankt Petri gefeiert. Nach dem Verlassen der Kirche empfängt uns strahlender Sonnenschein, und die Stimmung ist gleich eine andere. Nun gibt es noch eine kurze Stärkung aus dem Rucksack, und danach geht die Wanderung durch Beyendorf in die Sohlener Berge, an deren Ende wir die Landstraße nach Sohlen queren. Weiter geht es auf einem Feldweg Richtung Frohser Berge, auf denen nach 1990 der weithin sichtbare Antennenmast der Telekom errichtet wurde. Alsbald biegen wir wieder vom Weg ab Richtung Westerhüsen, erreichen die Westgrenze des Volksparkes Westerhüsen und durchqueren denselben. 

 

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Über die Holsteiner und Sohlener Straße erreichen wir die Straßenbahnhaltestelle der Linie 2 und hier endet die gemeinsame Wanderung. Danke an den Wanderleiter des Tages Peter Fritz für den erlebnisreichen Tag, denn für einige Magdeburger gab es Einblicke in völlig neue Gegenden ihrer Stadt.

 

Dieter  Hartmann