Archiv der Kategorie: Kurzbericht

im Aufstieg zum Brocken

Winterbrockenüberschreitung 2021 – ziemlich privat…

  1. Winter-Brockenüberschreitung

Am 21. Februar fand unsere 21. Winterbrockenüberschreitung pandemiebedingt nicht als Gemeinschaftstour statt. Den Termin musste ich leider absagen. Aber gegen eine Wanderung zu zweit sprach nichts. Also starteten Gabi und ich morgens wie üblich um 7:30 Uhr, allerdings nicht vom Treffpunkt, sondern direkt von zu Hause aus. Die Wetterprognose war vielversprechend, und ganz ohne diese Tour wollten wir das Wochenende nicht drinnen verbringen. Die Schneehöhe lag wegen der ergiebigen Schneefälle Anfang Februar teilweise noch bei deutlich über 1m. Bis zur Bremer Hütte gab es nur wenig komplett mit Schnee bedeckte Stellen. Der Schnee war durch die ungewöhnlich warme Lufttemperatur sehr matschig und die Füße fanden nicht immer eine feste Trittfläche. Teilweise hätte man im T-Shirt gehen können. Unsere Jacken verstauten wir zunächst im Rucksack. An der Bremer Hütte legten wir dann die Spikes an, um nicht ganz so herumzurutschen. Ein Gruppenfoto zu zweit wählten wir für dieses Jahr ab. Ich habe nur ein paar Landschaftsaufnahmen gemacht. An den  Hermannsklippen wollten wir die Jacken auch nicht mehr im Rucksack rumschleppen: Es wurde nun doch etwas frischer. Die schützenden Bäume ragten nur wenig über die Schneedecke, und der Wind kam besser durch.

Auf dem Brockengipfel angekommen, frischte der Wind noch einmal deutlich auf. Uns durchdrang eine unangenehme Kälte. Eine Einkehrmöglichkeit gab es in diesem Jahr nicht. Trotz des schönen Wetters waren nur wenige Wanderer unterwegs. Auch aus unserer Sektion haben wir am Gipfel und unterwegs ein paar Teilnehmer der letzten Jahre gesehen. Ein freundliches Hallo aus der Ferne, mehr ging leider nicht. Wir waren nicht die Einzigen, die sich die Tour nicht ganz entgehen lassen wollten. Vom Gipfel stiegen wir an der östlichen Seite im Windschatten ab. Ein Fehler, der uns etwas Zeit kostete. Den Weg konnte man nur erahnen. Die Schneedecke war auch nicht überall tragfähig. Dadurch brachen wir mehrfach bis weit über die Hüfte in den Schnee ein. Schneeschuhe hatten wir nicht dabei. Als wir dann endlich die Brockenstraße erreichten, konnten wir die Spikes ablegen. Der Straßenbelag zeigte sich schon komplett frei und trocken. Bis zum Gelben Brink ging es nun recht zügig voran. Dort legten wir unsere inzwischen wohlverdiente Mittagspause ein. Danach blieb uns noch ausreichend Zeit für die volle Runde. Wir stiegen also zu den Brockenkindern auf. Dann in Richtung Glashüttenweg endeten die Spuren mitten im Wald. Der Schnee trug auch nur teilweise und wir brachen wieder mehrfach ein. Wir rutschten teilweise sogar noch tiefer in den Schnee als am Gipfel. Die Wegfindung schien aussichtslos. Also den eigenen Spuren folgend reumütig zurück zum Gelben Brink. Der Versuch kostete uns mehr als eine Stunde. Es hätte alles gepasst, aber der Weg fehlte.  Für die Statistik also wieder nur ein Jahr mit „Kneifervariante“. Auf dem Weg vom Gelben Brink zur Bremer Hütte waren die Spikes mal wieder recht hilfreich. Die getretene Spur war teilweise recht schmal und der Schnee sehr sulzig. Ein Paar Stöcke nehme ich im nächsten Jahr bestimmt mit. Auf dem Rest der Strecke entlang der Ilse wurde es nun doch ein wenig kühler. Die Sonne kam nicht mehr bis ins Tal.  Nach neun Stunden und knapp 26 km erreichten wir den Wanderparkplatz im Ilsetal. Nach der Winterpause war es die erste größere Tour für uns. Zufrieden traten wir die Heimfahrt an.

Ich hoffe auf eine „normale“  Winterbrockenüberschreitung 2022 mit wieder mehr als nur 2 Teilnehmern. Also dann bis spätestens zur 22. Winterbrockentour am 20. Februar 2022. Ich habe sicher nicht alle Wanderer unserer Sektion gesehen, die sich trotz Absage der Tour allein oder in Familiengruppen auf den Weg gemacht. Wir haben unsere Tradition auch unter Pandemiebedingungen aufrechterhalten.

Ich bitte alle Wanderer, die sich auch auf den Weg zum Brockengipfel gemacht haben, mir eine kurze Mail für unsere Statistik zu schreiben.

Gabi und Uli Hoeding

1. Familiengruppen-Hüttentour

Bericht DAV-Familiengruppe Magdeburg, 1. Hüttentour 30.6.-3.7.16

Familiengruppenhüttentour2016_1

Gipfelhelden

Tour de Tier

Wie schön ist es, wenn man seit fast einem Jahr eine Hüttentour für Familien mit kleinen Kindern geplant und auf unserer Homepage präsentiert hat, und sich mehrere Familien dazu anmelden! Dass die Gruppe durch diverse Absagen auf 5 (!) Personen schrumpfte (Rabea, Mira, Jonathan, Jette und Paul), stellte sich im Nachhinein als Glücksfall heraus – weil die avisierte Kaltenberghütte in Vorarlberg just an dem Wochenende komplett belegt war… Nach hektischer Recherche ca. 1 Woche vor der Anreise (Zug war schon gebucht!) und Charmeoffensive gegenüber einer Hüttenwirtin fand sich dann eine für uns genau passende Alternative: Wir stiegen am Donnerstag nach der Anreise um 15:30 Uhr mit 3 nicht eingelaufenen Kindern fast in der angegebenen Gehzeit im Gewitter zur Stuttgarter Hütte auf – dickes Kompliment an Mira, Rabea und Jonathan!

Schon hier gab es die ersten Murmeltiere zu entdecken. Der Kaiserschmarrn auf der Hütte schmeckte natürlich super, und dann hatten wir auch noch ein schönes Lager unterm Dach für uns allein!

Schnee im Sommer!

Schnee im Sommer!

Der Freitag zeigte sich zwar kühl aber trocken, und so konnten die so früh im Jahr noch zahlreichen Schneefelder ihre Faszination – und den Spaß beim Abfahren! – verbreiten. Zur Krönung des Tages sichteten wir vor der Wösterspitze eine Steinbockherde! Besonders den Kindern gelang es, sich ziemlich nah an die über 30 Tiere heranzupirschen. Zurück an der Hütte erfuhren wir dann leider, dass wir unser schönes Lager abgeben und in ein (geräusch-)volleres umziehen müssen. Und: Dass der für den Folgetag geplante Übergang zur Leutkircher Hütte durch Schuttabgänge beschädigt sei. Ein kurzer Solosprint meinerseits zur Scharte oberhalb offenbarte: Hier sollten wir vernünftigerweise morgen nicht entlang gehen.

Also stiegen wir nach dem Frühstück wieder nach Zürs ab (nicht ohne geschlagene 23 Salamander zu zählen!), fuhren per PKW um den Berg herum und bewältigten eigentlich nicht geplante 1000 Höhenmeter zur reservierten Hütte – noch ein Lob an die 7- bis 10jährigen Wanderbeine! Unterwegs erweiterten zwei Gämsen unsere Bergtiersammlung. Der freundliche Hüttenwirt teilte uns den Winterraum im Nebengebäude zu – so waren wir wieder unter uns und vor dem “Sägewerk“ der zweiten Nacht sicher. Das Wetter wurde ungemütlich, und auch am nächsten Morgen verdeckte Nebel meist den Blick ins gegenüber liegende Verwall, als wir bei 5 Grad den Weg zur Kapallbahn schritten, die uns in letzter Minute zum gebuchten Zug nach St. Anton gondelte. Unterwegs hielten uns unzählige Mini-Weinbergschnecken auf, die von einer emsigen Tierfreundin alle einzeln vom für sie gefährlichen Weg ins nasse Gras gesetzt werden mußten. Unsere beiden „frischen“ Alpinisten sprangen danach gleich mehrfach über ihren Schatten und meisterten ohne Murren etwas heikle Passagen, die bei der ursprünglich geplanten Kaltenberghütte nicht vorgesehen gewesen waren – jetzt wird es Zeit für das dickste Kompliment, denn soviel Mut und Vertrauen muss man erstmal haben!

Alles in allem machte die Tour Lust auf eine Fortsetzung in 2017 – nur in gemäßigteren Gefilden und mit verbindlicher Rück-/Anmeldung ein halbes Jahr vorher…!

Paul Hoffmann

Sandhöhlen-Rutsche

Familiengruppe gegründet!

Gut Ding will Weile haben… Nach etwas längerem Vorlauf meldeten sich zuletzt immer mehr Familien bei mir, und so haben wir am 4. Oktober 2015 eine Familiengruppe unserer Sektion gegründet. Mit immerhin 23 Personen aus 6 Familien starteten wir in einen goldenen Oktobertag bei Blankenburg:

In vielen kurzen Wegstrecken ging es über die von uns so getauften „Elefantenrücken“-Felsen zur Regensteinmühle, zu diversen Sandhöhlen, wo man prima spielen, rutschen, krabbeln und klettern konnte, und schließlich zur Burg Regenstein mit gemeinsamer Einkehr. Glücklicherweise paßten die kurzen und langen Kinderbeine gut zueinander: Die 2jährigen liefen ein erstaunliches Tempo und kamen erst nachmittags in die „Kraxen“ und die 12jährigen paßten sich super an.

Für den 22. November planen wir den nächsten Ausflug, diesmal zur Teufelsmauer bei Blankenburg – wer mitkommen möchte, kann sich gerne bei mir melden!

Paul Hoffmann

Seniorenwanderung durch den Colbitzer Lindenwald

Zum Treffpunkt am Wasserwerk Colbitz am 29.03.14 kamen elf Wanderer trotz des kalten und nebligen Wetters, was die Wanderleiterin freute. Wir bekamen eine eineinhalbstündige sehr interessante und sachkundige Führung durch einen Mitarbeiter des Wasserwerkes.

Das Grundwasserwerk Colbitz wurde 1932 durch den Oberbürgermeister von Magdeburg Ernst Reuter eingeweiht. 1963 erfolgte die Inbetriebnahme der Anlage zur künstlichen Grundwasseranreicherung mit Ohrewasser. Seit 1968 kommt das Trinkwasser für Magdeburg und Umgebung durch die Erweiterung des Wasserwerkes ausschließlich vom Wasserwerk Colbitz, d.h. es wird seitdem kein Elbewasser, das im Sommer stark nach Chlor roch, mehr eingespeist. Das gewonnene Grundwasser ist keimfrei, lediglich Eisen und Mangan müssen herausgefiltert werden. An Hand von Schautafeln und durch Besichtigung der Kaskaden und der Filterhalle sowie der Betriebsüberwachung wurde uns alles anschaulich erklärt. Auch ein sicherer Blick durch die Glasscheibe auf das inzwischen 40 Jahre alte und drei Meter lange aus Mali stammende Krokodil Theophilia wurde uns ermöglicht. Zum Schluss konnte sich jeder von uns von der hervorragenden Qualität unseres Trinkwassers bei einem Becher frischgezapften Wassers überzeugen.

Nach dem Umsetzen der Autos zum „Waldgasthof Rabensol“ und der anschließenden Bananenpause begann unsere gemächliche ca. acht km lange Wanderung durch den Lindenwald, der der größte Europas ist. Die Linden zeigten ihr erstes zartes Grün und die zahlreichen Buschwindröschen blühten zwischen den noch lichten Bäumen. Inzwischen schien die Sonne und wärmte uns. Nach dem Lindenwaldrundweg gab es eine Pause an der siebenbeinigen „Spinne“, an der sich sieben Wege an einer Sitzgruppe treffen. Der Rest des Weges war bald geschafft. In Rabensol wurde auf der Terrasse gerade der Tisch gedeckt. Wir baten, draußen sitzen zu dürfen, um unseren Kaffee und Kuchen in der Frühlingssonne zu genießen. Der Gasthof wurde beim Besitzerwechsel der Colbitzer Brauerei ausgegliedert und steht zumVerkauf. Wann können wir dort wieder in froher Runde einkehren?

Text und Fotos: Elisabeth Pilz


Seniorenwanderung Biederitz

Sonnabend 7.00 Uhr der Wecker beendet die Nachtruhe. Also aufstehen und fertigmachen für die Seniorenwanderung im Januar. Gegen 10.00 Uhr am Parkplatz vor dem Herrenkrug-Hotel treffen sich dreizehn unverzagte Senioren zur Wanderung Herrenkrug-Biederitz-Herrenkrug. Das Thermometer zeigt heute früh minus 9 Grad Celsius, aber das tut der guten Laune keinen Abbruch.
Zunächst gehen wir durch den Herrenkrugpark zur Borussia-Gedenksäule. Sie wurde in Erinnerung an die Befreiung am 24.05.1814 von der Napoleonischen Herrschaft im Jahre 1866 errichtet. Leider fehlt die Borussia, die Ende des 2. Weltkrieges für Schiessübungen genutzt wurde und seitdem verschwunden ist. Nach einem kurzen Verweilen gehen wir zum Mittelweg, zwischen Elbe und Rennwiesen. Nach ca. einem Kilometer wurde der Querweg Richtung Biederitz erreicht. Von der Kreuzung ungefähr 150 m entfernt befindet sich ein kleiner Pavillon, der zu einer kurzen Verschnaufpause einlädt. Hier „vertreiben“ wir zwei nette Herren mit ihren Vierbeinern, zwei schwarze Großpudel, alle vier verabschieden sich mit einem freundlichen Hallo. Nach 10 min. verlassen auch wir diesen Ort und gehen weiter Richtung Ehlebrücke und Biederitz. Am Sportplatz des Biederitzer Tennisclubs erreichen wir den Ortsanfang, hier gibt es auch eine Gedenktafel an die nicht mehr vorhandene Biederitzer Radrennbahn. Zwischen Ortsanfang und den Gebäuden der Feuerwehr erinnert eine Tafel an die Relaisstation Nr. 13 der Telegrafenlinie Berlin – Koblenz. Auf dem Hügel sind heute nur noch ein paar Fundamentreste vorhanden, aber nicht mehr zu besichtigen. Vorbei an der Feuerwehr, dem Kindergarten „Zum Storchennest“ und dem Storchennest kommen wir zur Ortsmitte wo sich früher der Sommergarten von „Kaffee Krauter“ befand. Auf der Magdeburger Strasse geht es vorbei am Rat der Gemeinde, wo Hans noch schnell ein Foto von der Umgebungs-Karte von Biederitz macht, zur Schweinebrücke über die Ehle. Ab hier geht es durch den Biederitzer Busch und später entlang der Stallanlagen der Rennwiesen zurück zum Parkplatz am Herrenkrug.
Einige von uns beeilen sich um den Schienenersatzverkehr zu erreichen die anderen gehen zu ihren Fahrzeugen. An den Autos angelangt stellt jemand fest: es ist irgendwie wärmer geworden, ja das Thermometer zeigt jetzt minus 13 Grad. Eine tolle Winterwanderung ging nach etwas mehr als drei Stunden zu Ende.

Text: D. Hartmann, Fotos: H. Gropp

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Nikolauswanderung 7.12.2013

Schön, dass man sagen kann: „Alle Jahre wieder…“, kommt natürlich der Weihnachtsmann, nicht natürlich ist die wieder mit großem persönlichen Aufwand von Marschners vorbereitete und liebevoll durchgeführte und nun schon zur Tradition gewordene Nikolauswanderung in Friedrichsbrunn. Habt nochmals herzlichen Dank!
Die große Beteiligung auch in diesem Jahr zeugt vom großen Interesse und nicht nur die Veranstalter hatten mit Recht gefürchtete Zweifel, ob denn der, wenn auch schon etwas abgeschwächte, Orkan „Xaver“ es überhaupt zulassen würde, die Autofahrt in die Berge ohne Bedenken zu wagen. Alle waren zuversichtlich, und wie es sich dann herausstelle, wurde es auch eine der schönsten Winterwanderungen, die wir je zu diesem Anlass unternahmen. Zu Beginn wieder das angekündigte deftige Frühstück und dann lockte aber doch der herrliche Winterwald und das super Wanderwetter für den Drang ins Freie. Lutz kennt sich eben aus und findet immer wieder für uns einige unbekannte Wege, so dass die zwei Stunden bis zum Zwischenstopp zur „Zwischenmahlzeit“ in Marschners Wigwam sehr schnell vergingen.
Unterwegs waren wir z.T. auf dem historischen Grenzweg R4 mit dem Grenzstein von 1603 zwischen Anhalt und Braunschweig, an bekannten Teichen vorbei, z.B. dem Bergrat-Müller-Teich, wo bereits eine erste „Tankstelle“ stand und auf einem schönen Waldweg zur neu gestalteten Behausung Marschners. Dort hatte sich Anett auf die kleine Invasion der 40 Hungrigen bereits eingestellt, die Ausgabe der knusprig braun gebratenen Bratwürste klappte wie am Schnürchen. Die Kombination Bratwust mit Glühwein ist ein Gedicht!
Nach dem Rückweg zum Kurpark stand Kultur auf dem Programm. Die Interpretinnen von musikalischen Darbietungen haben sich in ihrem Können absolut weiter entwickelt. Leonie, Schifferklavier und Kim, Querflöte, boten anspruchsvolle Klassik aber auch Weihnachtslieder zum Mitsingen.
Dem ersten Teil einer Videoshow von der Wanderwoche in den Zillertaler Alpen folgte die unausbleibliche Kaffee- und Kuchen-Runde, natürlich mit hausgemachtem Stollen aus der Bäckerei Marschner. Nach dem zweiten Zillertalfilm und einer DIA-Show mit gleichem Inhalt verabschiedeten wir mit uns mit einem großen Dankeschön und dem Wunsch, es möge uns doch allen vergönnt sein, im nächsten Jahr die Tradition fortzusetzen!

Text und Fotos: H. Gropp