neue Magdeburger Hütte 2026 | © DAV Magdeburg

Arbeitseinsatz Magdeburger Hütte

Sommersonnenwende und ein verlängertes Wochenende

25.06.2026

Vom 20. bis zum 22. Juni war eine kleine Gruppe zu Gast bei der Sektion Geltendorf, auf der „Neuen Magdeburger Hütte“ in der Nähe von Innsbruck.

Wir hatten uns mit 6 Teilnehmern zu einem der 5 Arbeitseinsatz-Termine auf der Magdeburger Hütte angemeldet. Zwei Teilnehmer (Norbert und Birgit) sind schon etwas eher angereist und haben zuvor noch ein paar Tage in Innsbruck verbracht. Wir sind zu viert am Freitag nach einem etwas früheren Feierabend in Richtung Geltendorf gestartet. Dort wollten wir eigentlich im Garten von Klaus (1. Vorsitzender der Sektion Geltendorf) ein Zelt errichten. Der Himmel grollte aber am Abend, und es erschien unmöglich das Zelt trocken über die Nacht zu bekommen. Klaus und Vroni boten uns daher ihr Wohnzimmer an, wir durften dort unser Lager errichten. Vielen Dank dafür nochmal an Klaus und Vroni. Es war ein netter Abend, und wir haben viel gelacht. Am nächsten Morgen verloren wir beim gemeinsamen Frühstück etwas die Zeit aus den Augen. Mit einem leicht verzögerten Start fuhren wir danach in Richtung Bahnhof Hochzirl mit dem Auto. Birgit und Norbert waren pünktlich und sind schon vorab zur Hütte auf dem neuen Weg gestartet. Wir: Astrid, Gabi, Rainer und ich sind etwas später auf dem alten Weg aufgestiegen. Die Strecke und die Höhenmeter sind in etwa gleich, aber auf dem alten Weg war noch eine kleine Einkehr im Brunntal möglich. Bei den recht schnell steigenden Temperaturen tat die zusätzliche Trinkpause uns allen gut. Oben angekommen, meldeten wir uns bei Friedl, dem Hüttenwart. Das Gepäck wurde im Lager abgelegt und die Wandersachen gegen die mitgebrachte Arbeitskleidung getauscht. Wir stiegen auf einen recht steilen Hang unweit der Hütte zum Schwenden (beräumen eines freigeschnittenen Gebietes), um die Weideflächen zu erhalten. Die mitgebrachten Scheren waren dafür leider fehl am Platz, wie viele andere mitgebrachte Sachen auch.  Beim Schwenden wird das nicht entfernte Geäst hinter den noch vorhandenen Bäumen oder Wurzeln abgelegt. Dann kann es dort verwittern und bietet außerdem noch kleineren Tieren Unterschlupf. Zum späten Nachmittag schichteten alle gemeinsam aus zusammengetragenem Holz der Vorjahre einen großen Haufen für das Sommersonnenwendfeuer auf. Nach dem Abendessen wurden mit ein paar netten Worten die mitgebrachten Präsente der Stadt Magdeburg übergeben. Rainer hatte bergauf ganzschön zu tragen an den Büchern und Fahnen, Wimpeln und anderen Präsenten der Stadt Magdeburg. Zukünftig können sich die Nutzer der Neuen Magdeburger Hütte nun ein viel umfassenderes Bild von der namensgebenden Stadt machen, vielleicht kommt der eine oder andere einmal in unserer Heimatstadt vorbei. Bei Klaus und Friedl sind die Präsente in den richtigen Händen gelandet. Das Sommersonnenwendfeuer durfte Norbert mit einbrechender Dunkelheit entfachen. Auch auf den umliegenden Gipfeln loderten zahlreiche Sommersonnenwendfeuer. Wir standen noch lange gemeinsam am Feuer, bevor es dann so nach und nach in die Hütte ging. Unsere Unterkunft, das Jägerhäusl, eine kleine recht gut ausgestattete Selbstversorgerhütte der Sektion Geltendorf direkt neben der eigentlichen Hütte.  Geschirr, Bestecke 

und Herd, alles vorhanden, sogar ein Badeofen für die Dusche. Wir hatten viel zu viel mitgebracht für die angekündigte Selbstversorgung zum Frühstück.

Der Sonntag begann mit dem mitgebrachten Frühstück, da die eigentliche Magdeburger Hütte komplett ausgebucht war. Bei aufgehender Sonne kochten wir Kaffee auf dem mitgebrachten Kocher vor der Hütte. Der Kocher wurde also nicht ganz umsonst hochgetragen. Das Frühstück vor der Hütte brachte etwas Urlaubsfeeling, bevor es dann wieder in den Hang zum Schwenden ging. Wir beräumten noch den oberen Bereich des Hanges. Dafür waren wir besser vorbereitet und hatten dieses Mal die Trinkflaschen dabei. Anschließend halfen wir bis zum Mittag noch die neue Brücke der Stallzufahrt mit Stahlträgern zu belegen sowie bei den Aufräumarbeiten. Astrid hatte eine Spezialaufgabe, sie hat gemeinsam mit Klaus das komplette Stallgebäude vermessen, um für anstehende Umbauarbeiten eine Zeichnungsgrundlage zu schaffen. Im nächsten Jahr steht der komplette Umbau der Stromversorgung der Hütte auf PV an.

Bei der abschließenden gemeinsamen Mittagspause erfuhren wir noch zahlreiche Details zu schon geleisteten und noch anstehenden Umbauarbeiten. Ziemlich umfangreiche und vielfältige Aufgaben, die soweit möglich ehrenamtlich erbracht werden. Es wurde der Vorsatz gefasst, als Hüttenpaten auch in den kommenden Jahren die Hütte und damit die Sektion Geltendorf bei Arbeitseinsätzen oder auch anderweitig zu unterstützen. Als relativ kleine und alpenferne Sektion können wir eine eigene Hütte in den Alpen einfach nicht stemmen. Aber als Hüttenpaten sollten wir uns künftig noch etwas mehr einbringen. Der Grundstein für eine engere Zusammenarbeit ist auf jeden Fall gelegt. Der Sonntag-Nachmittag, stand nun uns zur Verfügung, die meisten der Bergfreunde aus Geltendorf begaben sich auf den Heimweg. Wir bestiegen noch rasch den Hausberg, um anschließend den kulinarisch hervorzuhebenden Kaiserschmarrn der Hütte zu genießen. Die Nacht zum Montag verbrachten wir dann zu sechst im Jägerhäusl. Den Badeofen ließen wir kalt, was recht erfrischend war. Nach einem guten Frühstück auf der Magdeburger Hütte packten wir die Rucksäcke. Der Abstieg führte uns gemeinsam über den „neuen Weg“. Gegen Mittag traten wir unsere Heimreise in Richtung Sachsen-Anhalt an. Wenn man das Arbeitswochenende im Nachhinein betrachtet, so war es trotz der langen An- und Abreise doch ein kleiner Kurzurlaub. Vielen Dank noch einmal an die Sektion Geltendorf, (vor allem an Friedl, Thomas, Klaus und Vroni) und natürlich an das Hüttenteam für die gute Bewirtung und das köstliche Essen. Wir haben der Sektion im Hüttensparschwein auch einen hoffentlich angebrachten Obolus hinterlassen. Schließlich wollen wir noch oft zu dieser wunderschönen Hütte zurückkommen.

Im Namen der 6 Sektionsmitglieder aus dem DAV Magdeburg

Uli